Freitag, 19. Februar 2016

Hurra, ein Komma

Hallo zusammen,

ich melde mich mal wieder aus meinem Irish Pub. Kea Laverde am Ruder! Ich habe mich hier gerade ans Lesen gemacht. Eine nette Kolumne in einem meiner Lieblingsmagazine. Spielt ja keine Rolle, welches das ist. Und was kommt mir da entgegen? Kommas wie mit dem Salzstreuer verteilt. O Mann! Da kam mir doch gleich eine neue Idee. Was, wenn ich - statt über Staat und Gesellschaft zu philosophieren - mal ein wenig zum Komma im Allgemeinen und Besonderen loswerde? Denn immer kann ein falsch gesetztes Komma die Bedeutung aufs Übelste verschieben. Und wem würde das schon gefallen, die eigenen Gedanken auszuknocken, nur weil dieses futzelkleine Strichelchen nicht richtig sitzt!
Beginnen wir ganz locker flockig. Das Komma zwischen zwei Adjektiven, die ein Substantiv begleiten. Da wäre Folgendes zu sagen:
Wenn beide Adjektive das Substantiv auf gleicher Hierarchieebene begleiten, sich also beide gleichermaßen auf das eine Substantiv beziehen, dann steht zwischen diesen beiden Adjektiven ein Komma. Sie wollen ein Beispiel? Können Sie haben:
das glatte, glänzende Fell
Das Fell ist sowohl glatt als auch glänzend.
Also Komma.

Aber:
das frühere gemeinsame Schlafzimmer
*Das Schlafzimmer ist sowohl früher als auch gemeinsam.
Vergessen Sie's. Linguisten setzten vor so einen Satz ein Sternchen, genannt Asterisk. Es signalisiert, dass der Satz nicht korrekt ist.
In diesem Fall bezieht sich das Adjektiv gemeinsam auf Schlafzimmer, und das Adjektiv früher auf diese Kombination.
Also kein Komma.

Ist doch gar nicht so schwer! Probieren Sie es mal aus, bei einem schmackhaften italienischen Salat oder einem frischen, bitteren Pils.

Einen schönen Tag wünscht Ihnen
Ihre 
Kea Laverde


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