Dienstag, 21. September 2010

Sax'n Crime

Grooven! Gruseln! Hat was miteinander zu tun, oder?
Naja. Ich sitze im Shamrock und denke darüber nach. Meine Autorin hat zur Zeit die musikalische Phase. Lädt einen Saxofonisten ein, mit ihr die Lesungen ihres Adventsbuches zu gestalten. Kommt gut an, schätze ich. Die beiden sind nämlich ein eingespieltes Team.
Klar. Mit dem Titel "Sax'n Crime" lockst du eben mehr Zuhörer als mit dem drögen Hinweis, dass in der Buchhandlung Sowieso eine Lesung aus dem Roman Trallalla stattfindet. Das Sitzen zwischen Regalreihen ist ohnehin nicht mehr der Hit. Meine Erfahrung, gebe ich zu. Ich genieße es ja, mich ganz hinten hinzusetzen und zu lauschen und mich nicht als Hauptfigur zu erkennen zu geben. Nicht mal meine Autorin bemerkt mich! Ich bin eben ein Geist, ein Ghost, gestatten, Kea Laverde, und ach ja, Sie wissen ja bereits.
Der Saxofonist ist ein cooler Typ, Englisch- und Musiklehrer und mit Literaturklimbim hat er nicht so viel am Hut. Wir haben neulich darüber gesprochen. Nichts einschläfernder als die typischen Deutschlehrerfragen: "Was hat der Autor damit sagen wollen" - und all dieses Blabla, das meine Autorin auch nicht mag. Schmöe sieht Krimis und Literatur ja überhaupt als etwas, das nicht in die Hände von Lehrern gehört. Aber das würde sie (in der Öffentlichkeit!) natürlich total abstreiten.
Habe mir ja manchmal schon überlegt, ob ich nicht mal ihre Handynummer wähle, während so einer Lesung, und schaue, wie sie reagiert. Aber wenn sie mit Oliver Herrmann am Sax auftritt, kriegt sie den Klingelton garantiert nicht mit. Der kann nämlich draufhauen, und das wird ein Riesenspaß ...
... freut sich schon
Ihre
Kea Laverde

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