Samstag, 17. Juli 2010

Tagebuch 3

Beim Nachdenken über das Tagebuchschreiben verlor sich ein Spur in meinem Kopf ... aber ich habe sie wiedergefunden: Ich nutze in "Wernievergibt" (Band 5 in der Laverde-Reihe, Erscheinsdatum: Februar 2011) ein irgendwo in der Pampa liegengebliebenes Tagebuch für den Plot. Das Tagebuch als Protagonist. Es zeigt die Katharsis einer Figur, die selbst nicht zu Wort kommt, jedenfalls zunächst nicht. Ihre spontanen, emotionalen Äußerungen, ihre Beschreibungen, Selbstanalysen und Imaginationen geben der Handlung ein Gerüst. Obwohl, 'Gerüst', das klingt nach 'Korsett', und das mögen wir nicht, stimmt's, Frau Laverde? Also sehen wir das Tagebuch, das unter einem Brombeerbusch schon fast verloren gegangen wäre, wenn eine Käseverkäuferin es nicht erspäht hätte, lieber als Ariadnefaden im Labyrinth des Krimis. Denn "Wernievergibt" erscheint mir, der Autorin, selbst noch wie ein Irrgarten, eine Höhle der 1000 Strapazen, ein Gewerkel der Mühsale. Aber so ist es immer, man vergisst es nur, wenn das Buch mal fertig ist und lesebereit im Rucksack auf der Tour zur x. Buchvorstellung ist, wie hart der Weg war, all diese Figuren einzufangen, sie ein bisschen im Netz zappeln zu lassen wie die Karpfen, um sie dann wieder in ihre Buchwelt zu entlassen.
Ach ja, Freundinnen von Juliane, aufgepasst: Juliane, die Ungeplante, die Schräge, die Also-wissen-Se-nee-Frau, begleitet Kea in Band 5 24h, 7 Tage die Woche.

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