Mittwoch, 28. Juli 2010

Mal "danke" sagen

Es ist einfach so: Lesungen und Literaturabende und so weiter leben nicht nur vom Autor, der da angefahren kommt, mit seinem Buch unter dem Arm und den allerbesten Absichten. Sie leben von den Veranstaltern!
Klar merke ich als erste, wenn ich den Ort des Geschehens betrete, ob ich wirklich willkommen bin - oder ob man halt mal ne Lesung macht, um die Kundschaft wieder ins Geschäft zu kriegen. Da hilft auch der Weißwein nichts, die Häppchen genausowenig: Wenn die Angestellten nur dabeibleiben, weil sie müssen, dann spüre ich das, und die "Kundschaft" ebenso.
Es gibt ja eine Reihe von Möglichkeiten, eine Lesung fetzig zu gestalten: Das Interview vorher, die Getränke und die Canapés, die musikalische Begleitung (genau, kommt immer an), die Diskussion mit dem Sekt in der Hand oder einfach der Spaß an einem Plausch zwischen Autorin und Lesern (also, mir macht das Spaß!). Doch das Entscheidende ist die Atmosphäre, die sich zwischen den Stuhlreihen dahinschlängelt, und dem Text einen Klang mitgibt, den ich nicht allein hervorbringe, sondern der sich irgendwie auf geheimnisvolle Weise einstellt. Daher wird es Zeit, mal DANKE zu sagen den Veranstalterinnen, die mich in den letzten zwei Monaten empfangen haben, und die alle miteinander für einen beschaulichen, spannenden, und trotz Hitze gut besuchten Leseabend gesorgt haben:
Miesbach (Frau Rausch) mit den diskussionsfreudigsten Leserinnen seit langem, Bad Staffelstein (Frau Geis und Frau Fischer) für das eiskalte Radler und die Oktoberfestbrezeln, Lichtenfels (Frau Wittenbauer), wo eisgekühlter Weißwein die erhitzten Gemüter abkühlte, und schließlich Kulmbach (Frau Friedlein), wo ich die romantischste Lesung des Jahres direkt unterhalb der Plassenburg hatte, mit Mauersegler-Kreischkonzert und düsteren Wolken ohne Regendrang.
Besten Dank - ich freue mich aufs nächste Mal!

Keine Kommentare: