Samstag, 8. Mai 2010

Wie es sich anfühlt, Schriftstellerin zu sein

Jemand sagte mir mal: Du musst nicht nur wie eine Schriftstellerin schreiben, du muss auch wie eine denken.
Daraufhin dachte ich erstmal: Es gibt kein ICH MUSS in der Kunst, denn die Kunst ist frei. Das hat Kandinskij gesagt, und ich finde, er hat recht. Wenn schon die Kunst ins "Ich muss"-Raster gedrückt wird, was kann dann noch wirklich frei sein auf dieser Welt ...
Aber dennoch steckt was Wahres in dem Satz oben. Nur - wie denken Schriftsteller? Ich nehme an, es geht weniger um das Denken, sondern eher um einen Umgang mit dem Leben. Weil man immerzu auf Empfang programmiert ist. Überall verbergen sich neue Geschichten, anregende Figuren, spannende Themen. Wie in der Wissenschaft: Es geht weniger um Antworten als um Fragen, als um das Problematisieren, das Erforschen, neugierige Herumschnüffeln.

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