Dienstag, 2. März 2010

Schmöe und Laverde 1

Schmöe:
Massig neue Pläne im Kopf. Neue Bücher, neue Projekte, neue Konzepte, neue Serien, neue Figuren ... alles neu, neu, neu. Nur die Autorin bleibt immer dieselbe ...
Laverde:
Ja, super, schaff mich nur ab.
Schmöe:
So war das nicht gemeint. Ich frage mich nur: Kann man in immer der gleichen Umgebung neue Ideen hochkommen lassen? Braucht es Routinen - oder besser den Wechsel, die Anregung, Reize?
Laverde:
Klar braucht es die. Wenn du nichts erlebst - worüber willst du dann schreiben?
Schmöe:
In meinem Kopf passiert eine Menge.
Laverde:
In meinem auch. Bloß: Ist das erzählenswert?
Schmöe:
Was ist überhaupt erzählenswert?
Laverde:
Was neu ist, was anders ist.
Schmöe:
Das ist die Antwort der Journalistin.
Laverde:
Klar, es gibt nur zwei Plots in der Literatur. Damit gehen die Kreativ-Schreiben-Heinis auf die Pirsch: "Jemand macht eine Reise" und "Einer kommt fremd in die Stadt".
Schmöe:
Und die ewige Liebe ...
Laverde:
... so wie das ewige Verbrechen.
Schmöe:
Weil es ja eine literarische Tradition ist, die Abgründe der Gesellschaft über das Verbrechen zu schildern.
Laverde:
Abgründe? So tief soll's gehen?
Schmöe:
Zustände ist gleich Abgründe.
Laverde:
Jetzt wird's mir zu heiß. Gehen wir ins Shamrock und führen unsere Diskussion am Tresen weiter?
Schmöe:
Das führt mich zur nächsten Frage: Fährt ein Autor besser mit Disziplin, morgens aufstehen, an den PC und ran an den Speck ...
Laverde:
... oder mit einer gemächlichen Marschroute im Schritttempo? Also, ich habe Durst.

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