Freitag, 19. März 2010

Nah dran sein

Habe das Gefühl, noch nie so nah an einer Story drangewesen zu sein wie in "Bisduvergisst". Womöglich, weil es eine beinah wahre Geschichte ist? Weil ich mit Zeitzeugen zu tun hatte? Ist die Wirklichkeit also doch die stärkere Geschichtenerzählerin? Oder gelingen manche Bücher einfach besonders gut? Schleicht sich von selbst etwas ein in die Arbeit? Nicht alles am kreativen Prozess ist erklärbar. Ich empfinde es auch nicht als wünschenswert, alles zu verstehen. Manches will ich lieber nicht wissen. Will nur die Kraft spüren, die zu fließen beginnt, wenn das Schreiben so richtig von selbst läuft.

1 Kommentar:

Matthias Brömmelhaus hat gesagt…

Sie haben völlig recht! Wirklichkeit ist eine wunderbare Erzählerin. Das erleben wir Biografen Tag für Tag. Fragen Sie doch am besten mal die Kollegin Laverde. Die scheinen Sie ja gut zu kennen. Ich habe ihr gerade einen Brief geschrieben. Mit Lob, aber auch Kritik wegen ihrer Hungerhonorare. http://www.schreibtaeter.eu/index.php?/archives/48-Brief-an-eine-Kollegin.html