Freitag, 11. Dezember 2009

Über Feedbacks

Klar freut man sich über Feedbacks. Zum Beispiel über dieses: Link
Im Prinzip gewöhnt man sich daran, dass über lange Zeit keine Rückmeldung kommt. Weil wir Autoren mit unseren Projekten alleine sind. Bis sie dann mal veröffentlicht sind, in den Buchläden liegen und im Internet oder bei Lesungen diskutiert werden, vergeht viel Zeit. Tatsächlich bin ich dann schon wieder bei einem anderen Projekt! Zur Zeit lese ich noch aus "Fliehganzleis", Keas zweitem Fall, Keas dritter ist aber bereits durchs Lektorat, und ich schreibe an Keas viertem Fall.
Meine erste Rückmeldung kommt von meinem Testleser. Er muss herausfinden, ob der Krimi (den er ausgedruckt auf DIN A 4-Papier liest) spannend ist, ansprechend, ob die Geschichte trägt, wo Lücken oder lose Enden sind, die nicht zusammengeführt werden. Er muss sachliche Fehler finden, Längen, Wiederholungen. Das zweite Feedback bekomme ich von meiner Lektorin. Meistens schicke ich ihr die Zweitfassung des Manuskripts (nachdem der Testleser seine Kritik abgeliefert hat) und baue dann mit ihren Anmerkungen eine Drittfassung, die noch einige Male redigiert wird, bis die endgültige Version vorliegt.
Früher dachte ich immer, ein Autor setzt die Feder aufs Papier, schreibt, gibt ab. Aber so wäre es zu einfach, zu schnell - und das Ergebnis nicht das, was die Leser wirklich lesen wollen. Übrigens: Kritik war mal eine Kunst - heute ist sie eher eine feindliche Gesinnung. Schade!

Kommentare:

Maria hat gesagt…

Ich schlage zwei Kritik-Künste vor: die produktive und die rezeptive. Beide ganz schön anstrengend, wie Künste eben so sind.

Friederike Schmöe hat gesagt…

... wie genau geht denn rezeptive Kritik?