Montag, 23. November 2009

Namensfragen

Tatsächlich wundern sich Leser über die Namen in meinen Büchern. Sind sie vielleicht zu ungewöhnlich, zu seltsam, zu zungenbrecherisch?
Ich habe Spaß an Ungewöhnlichem. Wenn eine Figur nicht so konventionell ist, braucht sie auch einen besonderen Namen. Kea Laverde zum Beispiel. Kea ist eine Kurzform zu "Alkea", dieses die friesische Version zu "Adelheid". Ich suchte einen kurzen, prägnanten Vornamen. Laverde mochte ich wegen seiner Klangfülle. So kam es zu Kea Laverde. Bei Katinka Palfy hat ihre Wienerische Herkunft eine Rolle gespielt. Palfy ist ungarisch, es gibt verschiedene orthografische Varianten, und Palfy erinnert mich immer wieder an das Café Palffy im Wien (und natürlich das Palais Palffy).
Namen sind Risikofaktoren, vor allem in Krimis. Eine Kollegin von mir bekam Post von einem Anwalt. Sie hat einen Helden erfunden, der Y heißt und in X lebt, und Z als Beruf gewählt hat. Blöderweise gab es in X einen echten Y (!), der auch als Z arbeitete. Dumm gelaufen, das Buch musste eingestampft und neu gedruckt werden. Mit einem anderen Namen für Herrn X.
Ich nehme mal an, das kann mir mit Kea Laverde nicht passieren ...

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