Sonntag, 8. November 2009

Bloggen, dass es kracht!

Ich gebe zu: Bloggen ist was für Hypergrafiker. Das sind Menschen, die es einfach nicht lassen können, zu schreiben. Neurologen sagen, es hinge mit unserem Gehirn zusammen, genauer gesagt mit dem "Schläfenlappen", das ist jener Abschnitt des Gehirns, der in etwa hinter unseren Ohren liegt. Wir haben zwei davon, einen linken und einen rechten. Manchen berühmten Dichtern wird nachgesagt, sie seien nichts als Hypergrafiker (und ich habe auch schon gehört, dass kontemplativen Mönchen nachgesagt wurde, sie seien nichts als maulfaul - sorry, stammt nicht von mir). Keine Panik, Hypergrafie ist keine Geisteskrankheit, ist überhaupt keine Krankheit, solange sich nicht noch merkwürdige andere Symptome einstellen. Wer sich näher informieren will: In meinem Krimi "Januskopf" habe ich eine Figur auftreten lassen, die Hypergrafiker ist und noch einigen andere eigentümliche Leiden ihr eigen nennt. Fühlen Sie sich emotional unbeständig? Ist Ihr Gefühlsleben durchwuchert von religiösen und philosophischen Anwandlungen? Schwanken Sie zwischen Untergang und Ekstase? Nein? Dann bloggen, twittern, schreiben Sie, dass es kracht. Es ist o.k., es macht Spaß. Es schärft die Sinne. Und es kann zum Beruf werden ...

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