Montag, 5. Dezember 2016

Zimtige Lesungen

Tatsächlich sind Lesungen eine ganz besondere Sache. Endlich treffe ich meine Leserinnen und Leser. Gehe auf Tuchfühlung. Sauge Feedback auf. Man kommt ins Gespräch. Diskutiert. Kommt auf neue Themen. Ein prima Treffen mit anderen Krimifans. Doch wie sieht eigentlich die Vorbereitung auf?
Ich bin ein der exakten Lesungsvorbereitung verhaftet; nichts ist so schrecklich für das Publikum, eine zeitlich aus allen Nähten platzende Lesung durchhalten zu müssen. Die Textabschnitte sollten kurz sein - und abwechslungsreich. Eine subtile, nachdenkliche Szene wird von einer actionreichen abgelöst. Außerdem sollten die Hauptfiguren durch die ausgewählten Kapitel vorstellbar werden, ohne dass ich viel über sie sagen muss. Zeigen, nicht erzählen eben. Dazu immer der Anspruch, die Szenen, die mir selber gut gefallen, mitzuliefern.

Inwieweit mir das gelingt, können Sie gerne selbst herausfinden - bei einer der vielen Lesungen, die in diesem Jahr noch stattfinden. Und hier kommt noch ein kleiner Eindruck, wie die Buchseiten in meinem Leseexemplar aussehen ...


Freitag, 2. Dezember 2016

Luuks Lieblingsantipasti

Echt, ich habe eine Schwäche für Antipasti. Könnte von Tisch zu Tisch ziehen und den Abend mit dem Knabbern von Garnelenspießen und Zucchiniröllchen verbringen. Diesen Spaß wollte ich meinen Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten - hier kommt Luuk Jysten ins Spiel. Ein Fernsehheini mit einem Drogenproblem und einem gewaltigen Ego, der aus seiner Vorliebe für Antipasti einen Unique Selling Point macht. Wie der im Krimi zum entscheidenden Indiz wird? Das erfahren Sie in "Von Zimtsternen und Zimtzicken". Zusätzlich buhlen vier weitere Antipastirezepte um Ihren Appetit. Und dann folgt ja noch ein ganzes Menü ...





Sonntag, 27. November 2016

Tödlicher Toast

In diesem Fall ist es wirklich ein Röstbrot. Kein Trinkspruch. Todbringend in Szene gesetzt von Isabel Morf in unserem kolossal köstlichen Krimiband "Von Zimtsternen und Zimtschnecken". Das Rezept stammt aus Zürich und führt kriminalkulinarisch mitten hinein in die (erfundene ...) Welt der Zürcher Nikolauszunft. Moderne Santas machen gegen altbackene Herren mit Silberbart mobil - da wird es schnell gefährlich, zum Glück ist Stärkung nicht weit.
Morde, die munden!


Donnerstag, 17. November 2016

Krimikulinarik

Ein neuer Hashtag auf Twitter. #Krimikulinarik. Passt pefekt für alle, die sich die Vorweihnachtszeit lieber mit Krimi versüßen, als tagelang in der Küche zu stehen. Um das Weihnachtsmenü noch einfacher hinzubekommen, habe ich drei weitere Krimiautorinnen eingeladen, am diesjährigen Weihnachtskrimi mitzuwirken. Vier Adventswochen, vier Kriminovellen, vier Speisen, ein Menü. Und da wir ja schon als Kinder die Mahlzeiten lieber mit dem Dessert begonnen haben, sei diese kleine Reminiszenz an jene stressfreien Vorweihnachtswochen erlaubt, in Gestalt einer tödlichen Cassata, die Ella Danz in Szene gesetzt hat.







Alle Rezepte im Buch - und dieses auch elektronisch!

Montag, 14. November 2016

Köstlicher geht selbst Krimi nicht



Geben Sie es doch zu: Weihnachten geht Ihnen auch nicht immer so leicht von der Hand. Stimmt’s? Da ist die Jagd nach Geschenken, das flaue Gefühl angesichts des bevorstehenden Verwandtenbesuchs, der Impuls, einfach die Flucht nach Süden zu ergreifen, um der überfrierenden Nässe und der Schwiegermutter zu entkommen, und ganz allgemein die Befürchtung, dass es nicht so perfekt werden könnte wie erhofft.
Keine Bange, Sie sind nicht allein! Vier Krimiautorinnen haben sich der Herausforderung gestellt, Ihnen das Weihnachtsfest zu erleichtern. Nicht dass wir Ihnen empfehlen würden, die unliebsame Schwägerin oder den nervenden Lover um die Ecke zu bringen – würden wir ja nie tun! Doch gute Geschichten sind prächtige Unterhaltung, und wenn Sie lieber lesen, anstatt das Weihnachtsmenü zu planen, dann lassen Sie sich in diesem Advent entspannt im Sessel nieder und köpfen Sie die Flasche Médoc, die Sie sich schon lange gönnen wollten. Dieses Buch bietet Ihnen in bewährter Manier kriminelle Unterhaltung, gleichzeitig übernehmen wir vier Autorinnen auch noch die Speiseplanung: Unsere vier Kriminovellen drehen sich nämlich um die vier Bestandteile eines festlichen Menüs, Rezepte inklusive! Die Antipasti serviert Friederike Schmöe, die Vorspeise Isabel Morf, Jennifer B. Wind sorgt für das Hauptgericht und Ella Danz kredenzt das Dessert. Da wird eifrig gepfeffert und gesalzen, aber auch gemordet und gespukt. Sobald alle Übeltäter überführt sind, brauchen Sie das Weihnachtsmenü nur noch nachzukochen. Köstlicher geht Krimi nicht ... 


Montag, 12. September 2016

Die viel zu lange Lüge

Nike ist 13, spielt gern Handball, zofft sich mit ihrer Mutter und hat ansonsten ein ganz normales Leben. Bis sie das Doppelleben ihres Vaters aufdeckt und herausfindet, dass er eine zweite Familie hat – und sie selbst einen Bruder. Der Verrat ihres Vaters ist für sie unerträglich, zumal auch ihre Mutter vollkommen ahnungslos scheint. Oder haben sich die vielen Lügen bereits wie ein Netz über die Familie gelegt? In die Enge gedrängt, beschließt Nike zu handeln...

Ein Thriller für Jugendliche ab 12 Jahren.

Meßkirch: Gmeiner-Verlag, September 2016
135 Seiten, E-Book, 3,99 €
ISBN 978-3-7349-9426-5

Als E-Buch hier erhältlich.

Sonntag, 13. März 2016

Aufgeschlagen - Die Bernsteinburg auf S. 99

Man kennt das. S. 99 rennt Türen ein.

Hier ist sie: Die Bernsteinburg. Meßkirch, Gmeiner 2016. E-Book Only. ISBN 978-3-7349-9404-3. € 6,99.



...


»Worüber sprechen die Krieger? Pino? Die Küchenjungen?
Die Leute, die auf den Feldern arbeiten? Herrscht
Ungeduld? Eile? Zuversicht?«
Noemi dachte hastig nach. Die Wahrheit war: Sie wusste
es nicht. Sie hatte keinen Draht zu den Leuten auf der Burg.
Sie arbeitete hart, um alles unter Kontrolle zu halten und
ihre Position in Höllenstein zu festigen. Wer konnte wissen,
wie es auf der Bernsteinburg stand und was sie erwarten
würde, wenn sie zurückkehrten? Wie die Loyalitäten
verteilt wären? Man war nervös. Die Nachricht von Floras
Ankunft hatte sich wie ein Lauffeuer auf der Burg verbreitet
und unzählige Gerüchte angefacht. Noemi verstand es,
die Angst vor Yva unter den Burgleuten anzufachen, und
Yva schätzte das, aber was die Höllensteiner dachten, das
war Noemi vollkommen fremd. »Ich weiß es nicht«, sagte
sie. Das Gefühl der Überlegenheit wich.
Yva drehte sich um und musterte sie.
»So.« Sie setzte sich wieder. »Mein Sohn verträumt seine
Zeit mit seiner Musik, der Harfe, dem ganzen Theater.
Mit ihm kann ich nicht rechnen. Yuma ist mit den Kriegern
unterwegs, und Armine ist zu jung.« Nachdenklich
rieb sich Yva die Stirn. Sie fragte sich gerade, ob Armine
wirklich zu jung war, um die Burgleute auszuspionieren.
»Ich werde mich umhören«, versprach Noemi.
»Zweifellos«, entgegnete Yva, aber sie war sich sicher,
dass Noemi nicht die Richtige dafür war. Sie war zu spröde
und kalt. Wie ich selbst, dachte Yva. Sie wird nie das Vertrauen
der Leute erringen. Nie. Sie ist keine, der man von
den kleinen Sorgen und Freuden erzählt. Ich brauche
jemand anderen für diese Aufgabe. Da gab es nur das Problem,
dass sie niemanden hatte, den sie ansetzen konnte.
...

Dienstag, 1. März 2016

Eine Reise ohne Wiederkehr ...

Die Heldenreise - in der Literatur ein immer wiederkehrender Plot. Diesmal einer für Erwachsene und Kinder ab 12.

Flora langweilt sich in den monotonsten Ferien der Welt - mit ihrer Mutter in einem Kloster! Den ganzen Tag passiert nichts Aufregendes; bleibt nur ihr einziges Hobby: zeichnen. Bis drei Typen in seltsamen Klamotten und mit Pfeil und Bogen auf dem Rücken Floras Nähe suchen. Sollte dieser Sommer doch noch ein Abenteuer bergen? Die drei bitten Flora, ihnen eine Karte zu zeichnen. Flora lässt sich darauf ein, nicht ahnend, dass in wenigen Stunden nichts mehr so sein wird wie zuvor ...

Die Bernsteinburg. Meßkirch, Gmeiner 2016. E-Book Only. ISBN 978-3-7349-9404-3. € 6,99.

Freitag, 26. Februar 2016

Wir lieben Verrisse. Das Kriminelle Quartett.



Bei zehntausenden von Krimi-Neuerscheinungen pro Jahr krümmt sich der Bücherwurm bisweilen ratlos vor den Regalen der Buchhandlung. Welcher Band hält das Versprechen von nervenkitzelnder Suspense und vergnüglichem Schrecken für das lange Wochenende oder die monotone Bahnfahrt? Und welcher ist nur der hundertste Aufguss desselben Rezepts? 
Darüber informieren wir Sie, verehrte KrimifreundInnen, am 10.3.2016 um 20 Uhr im Hübscher Buch&Medienhaus, Grüner Markt 16, 96047 Bamberg. Dann nämlich geben drei AutorInnen und eine Buchhändlerin, das Kriminelle Quartett, ihr Bestes, um Sie mit ultimativen Lesetipps und exklusiven Verrissen rund um die Kriminalliteratur in Atem zu halten. Ganz im Stil des kultigen Literarischen Quartetts präsentieren, diskutieren und nivellieren wir Krimis. Bei uns erfahren Sie, wem welche Geschichte schmeckt, welches Buch Ungewöhnliches verspricht oder doch nur Formeln verabreicht. Was ist Unterhaltung, was langweilig? Wir legen uns für Sie richtig ins Zeug, um vorzuführen, wie die Qualität von Büchern bemessen werden kann – mal abgesehen vom eigenen Geschmack. Die Autoren Friederike Schmöe, Lucas Bahl, Horst Eckert und Buchhändlerin Asli Heinzel lesen, empfehlen und verreißen für Sie jeweils einen Kriminalroman! Wir klären Sie verlässlich auf über die Stärken und Schwächen der Werke, begutachten mit dem Auge des Experten Plot, Sprache und Perspektive, geizen mit Lob und prassen mit Kritik. Dass wir uns nicht immer einig sein werden, versteht sich von selbst – schließlich sind Krimifreaks üble Individualisten, ein Umstand, der für kurzweilige Streitgespräche und unterhaltsamen Bücherzank sorgen wird.
Als literarisches Extra im Anschluss an die Diskussion liest Horst Eckert aus seinem Vincent-Veih-Krimi „Schattenboxer“. Ein rasanter Polizeiroman voller tiefgründiger Anspielungen auf das politische Business der Bundesrepublik Deutschland.
Krimifans mit Spaß am selbstständigen Ermitteln können im Vorfeld schon am Krimiquartett-Gewinnspiel teilnehmen, das das Hübscher Buch&Medienhaus zusammen mit der Martinsapotheke, Schuhhaus Zeller und Reisebüro Schiele veranstaltet: Statten Sie sich mit einem Fahndungsbogen aus und steuern Sie die genannten Geschäfte an – die Antworten auf die gestellten Fragen wird man Ihnen dort vertrauensvoll verraten. Zu gewinnen gibt es einen Meter Krimi ...

Freitag, 19. Februar 2016

Hurra, ein Komma

Hallo zusammen,

ich melde mich mal wieder aus meinem Irish Pub. Kea Laverde am Ruder! Ich habe mich hier gerade ans Lesen gemacht. Eine nette Kolumne in einem meiner Lieblingsmagazine. Spielt ja keine Rolle, welches das ist. Und was kommt mir da entgegen? Kommas wie mit dem Salzstreuer verteilt. O Mann! Da kam mir doch gleich eine neue Idee. Was, wenn ich - statt über Staat und Gesellschaft zu philosophieren - mal ein wenig zum Komma im Allgemeinen und Besonderen loswerde? Denn immer kann ein falsch gesetztes Komma die Bedeutung aufs Übelste verschieben. Und wem würde das schon gefallen, die eigenen Gedanken auszuknocken, nur weil dieses futzelkleine Strichelchen nicht richtig sitzt!
Beginnen wir ganz locker flockig. Das Komma zwischen zwei Adjektiven, die ein Substantiv begleiten. Da wäre Folgendes zu sagen:
Wenn beide Adjektive das Substantiv auf gleicher Hierarchieebene begleiten, sich also beide gleichermaßen auf das eine Substantiv beziehen, dann steht zwischen diesen beiden Adjektiven ein Komma. Sie wollen ein Beispiel? Können Sie haben:
das glatte, glänzende Fell
Das Fell ist sowohl glatt als auch glänzend.
Also Komma.

Aber:
das frühere gemeinsame Schlafzimmer
*Das Schlafzimmer ist sowohl früher als auch gemeinsam.
Vergessen Sie's. Linguisten setzten vor so einen Satz ein Sternchen, genannt Asterisk. Es signalisiert, dass der Satz nicht korrekt ist.
In diesem Fall bezieht sich das Adjektiv gemeinsam auf Schlafzimmer, und das Adjektiv früher auf diese Kombination.
Also kein Komma.

Ist doch gar nicht so schwer! Probieren Sie es mal aus, bei einem schmackhaften italienischen Salat oder einem frischen, bitteren Pils.

Einen schönen Tag wünscht Ihnen
Ihre 
Kea Laverde